Posts mit dem Label Japan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Japan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 24. März 2011

Robert Hetkämper rudert zurück (ein bisschen)

Nach seiner Behauptung, im Atomkraftwerk Fukushima würden in der aktuellen Lage "Wegwerfarbeiter" eingesetzt, rudert der Journalist Robert Hetkämper jetzt in einem Mail an den Japanwissenschaftler Prof. Dr. Reinhard Zöllner und in einem auf tagesschau.de veröffentlichten Gespräch ein paar Schläge zurück.

Dienstag, 22. März 2011

Robert Hetkämper und seine "Wegwerfarbeiter"

widersprechen ganz klar der Logik, wie auch dieser Blog feststellt: fact-fiction.net

Atomkraftwerke sind hoch komplexe Systeme. Wie bereits Dietrich Dörner in seinem Klassiker Die Logik des Mißlingens beschrieben hat, sind sie derart vernetzt, dass Steuermaßnahmen im Krisenfall zu unbeabsichtigten Effekten führen können.

Zum Beispiel zu dem Reaktorunfall von Tschernobyl.

Selbst erfahrenen, hoch qualifizierten Arbeitern fordert es das Maximum ihres Wissens und ihrer Konzentration ab, einen Reaktor in einer Krisensituation, wie sie in Fukushima herrscht, zu steuern. Es ist ausgeschlossen, dass Ungelernte so etwas schaffen. Nur jemand, der zu oft die "Simpsons" geguckt hat, kann so etwas ernsthaft glauben.

Berichterstattung über Japan

Die Berichterstattung westlicher Medien über die Folgen des Erdbebens und Tsunamis in Japan führt bei Interessierten zunehmend zu Verärgerung: Journalist Wall of Shame

Bemerkenswerterweise hat sich ausgerechnet einer unserer angeblich so gemäßigten öffentlich-rechtlichen Sender mit der Verbreitung eigenartiger Behauptungen hervorgetan. Robert Hetkämper, Asien-Experte der ARD, behauptet z.B., die Betreiber des AKW Fukushima würden zur Bekämpfung der drohenden Kernschmelze "Wegwerfarbeiter" einsetzen:



Diese Meldung hat offenbar zumindest bei einem Empfänger in Japan genug Irritation ausgelöst, um ihn zu veranlassen, sie zu übersetzen und bei YouTube einzstellen:



Derselbe Robert Hetkämper hatte bereits zwei Tage vor dieser Meldung Vergleiche zwischen der Situation in Fukushima und dem "Führerbunker am Ende des zweiten Weltkriegs" angestellt:



Ein Ausmaß an Feingefühl, bei dem ich mich frage, ob es für ihn nicht langsam Zeit wird, nach Hause zurückzukehren und seine Manieren aufzupolieren. Bei der Gelegenheit kann er auch gleich noch einen Auffrischungskurs in journalistischer Arbeit absolvieren. Wie ein deutscher Japanologie-Professer in einer Mailingliste berichtet, hat die ARD auf seine Anfrage hin auch mehrere Tage nach dem Bericht über die "Wegwerfarbeiter" noch keine Belege für die darin geäußerten Behauptungen vorgelegt.